Der Import von Waren aus dem Ausland ist sicherlich mit mehr Risiken als der Inlandshandel verbunden. Einige dieser Risiken ergeben sich schon alleine aus der oftmals großen örtlichen Entfernung zum Verkäufer. So sind zum Beispiel Reklamationen von fehlerhaften oder falschen Waren in vielen Fällen kaum oder gar nicht möglich bzw. Sie können Ihr Recht nur mit enorm großen Aufwand bzw. gar nicht durchsetzen. Dieses Risiko hängt stark vom Land ab, aus dem Sie die Waren importiert haben. Es ist daher ratsam - soweit möglich - die Waren bereits vorab zu überprüfen und ein vertrauensvoller Hersteller/Verkäufer ist natürlich ohnehin "Gold wert". Es gibt neben den offensichtlichen Risiken, wie eben fehlerhafte Waren und nicht mögliche Reklamationen, durchaus auch "versteckte" Risiken. So könnte der Hersteller der Waren zum Beispiel das geltende Markenrecht verletzt haben. Daraus würde sich für Sie ergeben, dass ein Weiterverkauf der importierten Produkte illegal wäre. Um dieses Risiko zu minimieren, könnten Sie den Hersteller im Ausland zum Beispiel darum bitten, Ihnen vorab ein Muster der gewünschten Ware zu senden. Dieses können Sie dann im Zweifelsfall von der zuständigen Behörde hinsichtlich markenrechtlicher Bedenken überprüfen lassen.
Auch Informationen über den Hersteller einholen ist sinnvoll. Eine gute Anlaufstelle ist jeweils die IHK. Ein weiteres Risiko ist, dass Sie bereits ganz oder teilweise bezahlte Produkte nicht erhalten. Dieses Risiko besteht zwar nicht nur beim Import von Waren, sondern auch beim Inlandshandel. Aber wie bereits zuvor erwähnt, lassen sich rechtliche Ansprüche im Ausland oftmals deutlich schwieriger als im Inland durchsetzen. Optimal wäre es natürlich, wenn Sie die Waren auf Rechnung bezahlen, wobei sich natürlich nicht alle Hersteller - gerade beim Export/Import - drauf einlassen werden.